Gottesdienst in der Coronavirus-Ära

Auf dem Bild: Menschen aus vier Kontinenten gestalten den Gottesdienst der IBC Berlin als Videokonferenz

von Gyburg Beschnidt

Die International Baptist Church in Berlin sagte ihren Gottesdienste am letzten Sonntag nicht wie viele andere Gemeinden aufgrund des Coronavirus ab, sondern wählte eine andere Form der Zusammenkunft: eine Videokonferenz. 65 Geräte waren miteinander vernetzt und damit feierten ungefähr hundert Menschen gemeinsam Gottesdienst. Das ist zwar weniger als an anderen Sonntagen, aber doch eine beachtliches Zahl für eine Veranstaltung, zu der erst am Samstag eingeladen wurde.

Viele aus der Gemeinde kennen Videokonferenzen von ihrer Arbeitsstelle oder dem wöchentlichen Gesprächskreis von Scott Corwin. Sie wählen sich regelmäßig am Dienstagabend bei Zoom.org ein, um mit dem Pastor über die Predigt und die Pläne in der Gemeinde zu sprechen. Nun werden zunächst bis Ostern alle Gottesdienst, Workshops und Gebetstreffen als Video-Konferenzen veranstaltet. In einer Mail wurden Mitglieder und Freunde bereits mit Links und QR-Codes dafür eingeladen. Weitere Informationen werden auf Wunsch auch per WhatsApp und Telegram Messenger versandt. Zudem ist eine “Ferien”-Bibelschule in der nächsten Woche geplant.

Der Gottesdienstablauf war im Wesentlichen wie sonst: Gebete, Predigt und Lieder, diesmal allerdings nur begleitet von einer Gitarre, nicht von einem Lobpreis-Team. Über die Chat-Funktion wurden Gebetsanliegen gesammelt. Die Beamer-Präsentationen waren auf dem Bildschirm sichtbar – und in einem kleinen Fenster die Beteiligten in der Kirche. Statt einer Kollekte wurde die Kontonummer der Gemeinde eingeblendet. Natürlich kann noch einiges technisch verbessert werden: Eine Kamera nimmt manches anders wahr als eine Person, manche Funktionen des Programms muss man erst lernen und auch die andere Atmosphäre muss man akzeptieren. Es gibt herzliche Begrüßungen nur über den Chat und den Kaffee nach dem Gottesdienst muss man selber machen, aber ein Gottesdienst hilft in einer Zeit der “Sozialen Distanzierung” die Gemeinschaft mit Schwestern und Brüdern zu pflegen und sich den Segen Gottes zusprechen zu lassen.

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